1. Frau H., 26 Jahre, in schulischer Ausbildung

 

In meinem Institut werden (fast) überall interaktive Tafeln verwendet. Das sind riesige Touchscreens, auf denen in (fast) jedem Unterricht PowerPoint-Präsentationen o. Ä. gezeigt wird. Bereits am ersten Tag der Ausbildung stellte ich fest, dass ich von dem grellen Licht Kopfschmerzen bekomme und mich allgemein unwohl fühle. Nach acht Unterrichtseinheiten, was dem regulären täglichen Pensum entspricht, ließ der Schmerz erst über die Nachtruhe nach. Deshalb informierte ich mich innerhalb der ersten Woche über geeignete Blaulicht-Blocker-Brillen. Seit dem habe ich das erworbene Exemplar immer dabei, wenn ich es brauche. Auch am Heim-PC kommt die Brille zum Einsatz. Vorher war mir nicht bewusst geworden, dass meine Beschwerden mit dem eigenen Bildschirm in Zusammenhang stehen, da ich die Technik nicht so ausgiebig nutze. Teilweise setze ich die Brille auch zum Einkaufen auf, in Läden oder Einrichtungen mit LED-Beleuchtung oder Leuchtstoffröhren, da mir diese ohne die Brille auch oft zu grell sind. Ich verstehe die Brille als Kompromiss, damit ich öffentliche Einrichtungen und technische Hilfsmittel ohne bzw. mit wenig Kopfschmerz nutzen kann. Denn bei zu langer Belastung treten die Beschwerden trotzdem auf.

 

Zu Hause verwende ich übrigens Glühlampen.