11. Frau O., 33 Jahre, Software-Testerin

 

Wegen unverträglicher, künstlicher Beleuchtung ohne Tageslicht, habe ich meine Anstellung als Software-Testerin aufgeben müssen. Im Serverraum mit sehr hellen Leuchtstoffröhren und abgedunkelter Fensterfront bekam ich nach der Hälfte des Tages Blitze vor den Augen, Doppelbilder und Wortfindungsstörungen. Nach zwei Tagen hatte ich Schwierigkeiten beim Einschlafen, da es vor geschlossenem Auge flimmerte. Die Neurologie attestierte mir Migräne mit visuellen Auren (umgangssprachlich Augenmigräne, oft bezeichnet als ophthalmische Migräne oder in französisch Migraine opthtalmique). Vorschläge seitens des Arbeitgebers zur Umstellung der Lichtverhältnisse gab es nicht.

 

Da ich heute weiß, dass mir das kalte, grelle und flackernde Licht von Neonlampen schadet (wenn dieses nicht durch Sonnenlicht abgemildert wird), meide ich beispielsweise Billig-Discounter, Elektrofachmärkte oder die U-Bahn. Energiesparlampen, die genauso Leuchtstofflampen sind, bereiten mir ebenso Unbehagen. In meiner WG habe ich diese durch das warme Licht von Glühbirnen ausgetauscht. Im Büro arbeite ich an dunklen Tagen am liebsten mit Halogen-Deckenflutern mit indirekter Beleuchtung ohne Blendung.