5. Frau M., 52 Jahre, Büroangestellte, aus Deutschland

 

Anfangs habe ich mich gefreut, als auf Arbeit endlich die alten, dunklen Leuchtstoffröhren ausgetauscht wurden gegen die neuen mit dem „Tageslicht.

Mittlerweile sind im ganzen Haus die Leuchtmittel ausgetauscht.

Da mich der Computer blendet, habe ich bereits seit Jahren eine Brille mit entspiegelten und leicht getönten Gläsern. Jetzt benötige ich auch eine Sehstärke und ließ mir vom Optiker eine Brille mit Blaulichtschutz anfertigen. Für den Computer ist das gut. Aber das neue Licht strahlt von überall so hell, dass ich Kopfschmerzen bekomme, die Augen brennen und mein Nacken ist total verspannt. Ich fühle mich überall geblendet und unwohl.

Geht man im Haus die Treppen hinunter, schaut man automatisch in die kleinen Wandleuchten hinein, die zwar von unten blendfrei, aber von oben offen sind.

 

Auch in den Geschäften und Supermärkten ist jetzt überall LED-Licht. Nirgendwo kann man sich etwas normal ansehen oder auf der Verpackung z.B. die Zutaten lesen, weil es aus allen Ecken so hell leuchtet, dass man geblendet wird. Ich muss mit gesenktem Kopf laufen, damit ich nicht ständig in die Lampen reinschauen muss. Automatisch kneife ich dann auch die Augen zusammen.

Bei einigen Schaufenstern sind LED-Strahler links und rechts an den Seiten befestigt, so dass man beim Vorbeigehen unwillkürlich hineinblickt und geblendet wird. Dann sieht man erstmal gar nichts mehr.

 

Auf der Straße ist es nicht besser. Die Scheinwerfer der Autos sind jetzt so hell, sie sind heller als früher das Aufblendlicht. Besonders im Dunkeln sieht man nur noch grelles Licht, das von überall her blendet. Wer soll da noch sehen, wenn ein Mensch oder Tier auf der Straße ist? Selbst die Fahrräder haben jetzt LED-Licht.

 

Für unser Schlafzimmer zu Hause haben wir jetzt verdunkelnde Übergardinen gekauft, damit nachts das grelle Licht der ein Stück entfernten Straßenlaterne und der diversen blinkenden Beleuchtung der Nachbarn gegenüber nicht mehr reinstrahlt.

 

Müssen wir jetzt überall mit einer Blaulichtschutzbrille durchs Leben gehen, damit wir uns einigermaßen normal bewegen können?

 

 

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6. Frau C.

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