4. Flimmern

 

Es gibt Menschen, die ein stroboskopartiges Flimmern bei LED's sowie ein Flackern und Aufblitzen bei Leuchtstoffröhren und Energiesparlampen deutlich wahrnehmen. Im Alltag kann dies ein natürliches Sehen sehr belasten und sich, neben der Beeinträchtigung des Wohlgefühls, sogar gesundheitlich problematisch auswirken. Betroffene teilen die Besorgnis, am gesellschaftlichen Leben zunehmend nicht mehr uneingeschränkt teilnehmen zu können.

 

Bei neuen Synthetik-Modellen ist das Flimmern allenfalls in den peripheren, zumeist unbewusst wahrgenommenen Sichtbereich verschoben worden. Eine Belastung der Augen und der Augenmuskulatur sowie des Nervensystems besteht jedoch weiterhin. Der dadurch ausgelöste Stress kann die Reizverarbeitung im Gehirn nachhaltig stören.

Mögliche Anzeichen einer Flimmerbelastung sind eine Überempfindlichkeit und leichte Reizbarkeit. Aber auch Schwindel, Übelkeit, unscharfes Sehen, Orientierungsschwierigkeiten sowie Augen- und Kopfschmerzen, bis hin zu Fieber, Migräne und epileptischen Reaktionen sind bekannt. "Lichtempfindlichen Menschen" wurde daher vom Bundes-Gesundheits-Ministerium noch vor einigen Jahren ausdrücklich Glühlampenlicht empfohlen. Denn Glühbirnen und Halogenlampen bieten ein kontinuierliches, an Wärme gekoppeltes Vollfarbspektrum-Licht, ähnlich dem der Abendsonne. Doch nicht zuletzt durch das gesetzliche Verbot der Glühbirne, deren Schicksal auch die Halogenlampe schon bald teilen muss, wurde LED's, Leuchtstoffröhren und Energiesparlampen der Weg bereitet. Ob Straßenbeleuchtung, Ampeln, Autos, Bahn und Bus, Außenwerbung, Handy, Fernsehen, PC-Monitor, Supermarkt, Bioladen, Café, Kindergarten, Schule, Uni, Bibliothek, Arbeitsamt, Tanzball, Museum, Theater oder Zoo ... Längst haben diese synthetischen Leuchtmittel alle Lebensbereiche erobert. Die Empfehlung des Bundes-Gesundheits-Ministeriums ist somit nicht mehr alltagstauglich.

 

Übrigens reagieren Haustiere und Nutztiere zum Teil noch sensibler als wir Menschen auf Flimmerlicht.

 

 

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5. Farbwirkung

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